Wer und was steckt dahinter

Reisephilosophie

Wichtig ist mir beim Kennenlernen einer Region von kleinen Details auszugehen, denn anhand solcher Details ist der grosse Zusammenhang erkennbar.

Es geht nicht darum, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Es gibt so vieles, das würdig ist, gesehen zu werden! So zum Beispiel die Post im Dorf Koshevichi, wo auch Schuhe geflickt werden oder der unweit davon stehende alte Eisenbahnwagen, der jetzt als Kirche dient. Auch das Alters- und Behindertenheim und das "gewöhnliche" Provinzspital wissen vieles zu berichten und das Projekt für Obdachlose und Strafentlassene ist ebenso würdig gesehen zu werden, wie auch das Kennenlernen der belarussischen, vielfältigen Künstlerszene.

Jeder Tag der Reise ist einem spezifischen Thema gewidmet. Nebst dem Programmteil, der etwa zwei Drittel der Zeit ausmacht und in dem aus verschiedensten Quellen viele spannende Fakten und Zusammenhänge vermittelt werden, soll auch die Bewegung in der Umgebung nicht zu kurz kommen. Wenn Sie Ohren, Augen, Nasen und Gedanken offen halten, entdecken Sie einen riesigen Reichtum.

In einem solch touristisch unbekannten Land wie Belarus werden Touristen als Gäste wahrgenommen. Als solche wollen wir uns auch verhalten. Als Gäste, die sich für das Leben ihrer Gastgeber interessieren, neugierig und verständnisvoll sind, denn wir möchten das Leben der Menschen, die Geschichte und Kultur des Landes zu verstehen versuchen und Zusammenhänge erkennen.

Aus ökologischen Gründen und um hautnah an diesem Leben teilzunehmen, möchten wir uns wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuss oder mit Pferdewagen fortbewegen. Auf diese Weise können viele spontane, sehr spannende oder auch witzige Kontakte entstehen, die enorm wertvoll sind.