Kupalinka


- Kupalinka-kupalinka
tsiomnaja notschka
tsiomnaja notschka, dsje sche twaja dotschka

- Maja dotschka u sadotschku
ruschu, ruschu polic
ruschu, ruschu polic, beliy rutschki kolic.

- Kwjetatschki rwec, kwjetatschki rwec
wjanotschki swiwaje
wjanotschki swiwaje, slioski praliwaje.

- Kupalinka-kupalinka
tsiomnaja notschkatsiomnaja notschka, dsje sche twaja dotschka.

Zum Lied:


Das Lied gehört zum Sonnenwendfest "Iwan Kupaly", das am 7. Juli (gregorianischer Kallender) stattfindet. (auch Johannisnacht).
Kupala ist der Feuergott, Kupalinka seine Tochter. Feuer, Wasser und Kreuter spielen in verschiedenen Bräuchen und Spielen, die in dieser Nacht durchgeführt werden, eine grosse Rolle:
Übers Feuer springen, Kränzchen flechten und in den Fluss werfen (dabei muss man sich einen Wunsch ausdenken). Um Mitternacht gehen alle die Farnblume suchen, die nur gerade in dieser Zeit blühen soll. Wer sie findet, wird ein gutes Leben haben.
Diese Nacht, Iwan-Kupaly, die im Lied besungen wird, ist archaisch und geheimnisvoll.

In Belarus ist es nicht so, dass alle "kupaly" feiern, wie z.B. Neujahr. Aber an sehr vielen Orten werden Kupaly-Nächte organisiert und sie sind sehr populär, vor allem auch wieder bei den Jüngeren).

Kupalinka-Kupalinka, dunkle Nacht.
Dunkle Nacht, wo ist meine Tochter.
Sie pflückt Rosen, zersticht sich die Hände, vergiesst Tränen.
Sie bricht die Blüten ab, flicht Kränzchen.
(Am Schluss nochmals 1. Strofe: Kupalinka-Kupalinka, dunkle Nacht).